Mittwoch, 3. Januar 2007
GDS - Frisch ins neue Jahr!
Sind Sie am Neujahrstag aufgewacht und waren sich noch gar nicht des neuen Jahres bewusst? Lag 2006 vielleicht noch pelzig auf der Zunge, mit all seinem Nachgeschmack und Reflexionsmöglichkeiten? Wird vielleicht 2007 alles anders?

Für die Depressiven und Einsamen unter Ihnen.

Kater (PDF, 15 KB)


Und demnächst wird es etwas Lustiges geben, das muss bald mal sein, so!

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Montag, 1. Januar 2007
Die längste Nacht der Welt
Köln scheint nur zur Karnevalszeit eine Hochburg der Party zu sein. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass wir nach dem grandiosen Konzert der Ärzte - nach eigenem Bekunden das längste Konzert der Welt oder zumindest der Bandgeschichte - keinen vernünftigen Platz gefunden haben, der zum Feiern einlud.

Natürlich, es gab Clubs und Bars. Aber ganz ehrlich, gibt jemand 15-45 Euro für eine Silvesterfeier aus, um zwei Stunden nach dem Jahreswechsel mit einer Horde unbekannter, betrunkener Miesepeter überteuerte Cocktails zu schlürfen? Wir taten es nicht, sondern schlurften ziellos durch die Stadt, um letztendlich dort anzukommen, wo wir erst drei Stunden später sein wollten, wo es aber auch die meisten anderen hinverschlagen hatte.

Der Kölner Hauptbahnhof war zu einem Auffangbecken der Konzertbesucher geworden. Drei Züge konnten wir nicht nehmen, da sich eine übermüdete, alkoholisierte Menschenmasse in ihnen aufhalten wollte, die uns nicht willkommen geheißen hätte, selbst wenn noch Platz gewesen wäre.
So lagen wir wie bestellt und nicht abgeholt an eine Fressbude gelehnt, halb schlafend, irgendwie immer noch die Musik der Ärzte im Ohr.

Daheim war ich um acht Uhr morgens.
Übermüdet und mit weitreichenden Erkenntnissen: Nie wieder Straßenparties in Köln! Kölsch schmeckt immer noch wie abgestandenes Pils! Augen mal nach unten, denn M. hat die 20 Euro gefunden, nicht ich! Dreieinhalb Stunden mit der Besten Band der Welt sind kräftezerrend, stimmraubend und ein unglaublich genialer Jahreswechsel!

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Sonntag, 31. Dezember 2006
(K)ein Rückblick
Das Ende ist nah! Dieser Satz wird diesmal nicht von hippieähnlichen Studenten mit Offenbarungsdrang und Birkenstocksandalen durch Einkaufsstraßen getragen, sondern klingt aus allen Medien in unsere Ohren. Wir werden von allen Seiten mit Jahresrückblicken bombardiert, mit guten Vorsätzen zugekleistert und hie und da gibt es großes Feuerwerk ohne Werk.
Gesehen habe ich Jauchs RTL-Rückblick – eigentlich nur ein SternTV-Spezial mit Jahreswechselhintergrundvortäuschung. Auch gesehen habe ich Nuhrs Auftritt im ZDF – eine Mischung aus dem Heute-Journal und Nuhrs Programm, aber den Mann finde ich einfach klasse! Klinisch getötet haben mich allerdings die 25 emotionalsten TV-Momente von RTL – schade, dass es bei der Zietlow nicht auch diese Wirkung hatte.

Nein, sagte ich mir! Hier gibt es keinen Jahresrückblick! Und Sentimentalität gibt es schonmal gar nicht! Ich werde weder meine großen Taten beweihräuchern, noch werde ich Sie zu Mitleid oder Applaus zwinge, wobei ich Ihnen selbstredend die Freiheit lasse, sich in den Kommentaren auszulassen, diesbezüglich. Was gibt es auch Großes zu erzählen? Es gab Tote (natürliche und unnatürliche und unnötige), es gab Großereignisse mit Jubelcharakter und es gab natürlich auch Menschen, die den gleichen Mist wie immer gemacht haben und immer noch nicht aufgefallen sind.

So ein Jahr, das ist schnell vorbei, da ziehen Ereignisse an einem vorbei wie ein ICE, der seine Verspätung aufholen will. Am Ende wissen wir doch alle, dass wir den Anschluss verloren haben und auch noch draufzahlen mussten. Lief es schlecht, saßen wir neben einer fetten Frau oder einem halbbeglatzten Mann mit Mundgeruch, Kinder haben uns vor die Füße gekotzt und das Servicepersonal hat sich nicht blicken lassen. Die meisten sind in den Zug gestiegen, der sie ans richtige Ziel gebracht hat. Manche haben sich verfahren und sind nach einer Odyssee angekommen und ein paar wenige suchen noch immer den richtigen Bahnsteig, ohne zu wissen, dass ihr Zug längst abgefahren ist.
Wie im jeden Jahr standen viele an der Straße unter einer Laterne auf der Suche nach Liebe. Vereinzelte haben sich die Tasche und dann das Herz klauen lassen, wobei darauf hinzuweisen ist, dass Herzdiebe noch um einiges schneller in der Menge untertauchen vermögen als Taschendiebe.

Wir haben gelesen, gelacht, geweint und gemerkt, dass es kein Klopapier mehr gab. Wir haben uns eine blutige Nase geholt, anderen eine verpasst und zärtlich mit dem anderen Geschlecht angebandelt (Ich werde heute Abend in Köln sein, ich muss also so engstirnig hetero denken, um Ängste zu bändigen, sorry!). Wir haben Menschen geliebt, geliebte Menschen verloren und verloren geglaubte Menschen wiedergefunden. Wir haben wieder einmal bis 365 gezählt und gehofft, dass bei der neuen 1 alles anders wird.
Vielleicht ist es morgen auch tatsächlich so! Vielleicht wacht einer von Ihnen als neuer Mensch auf und weiß, wohin es gehen soll. Vielleicht merkt der andere, dass er wirklich nicht weiß was geht. Und garantiert wachen einige auf und kennen den Menschen neben sich im Bett nicht mehr. Die 1 18 18 soll da ja hilfreich sein.

Aber was auch passiert ist und auch passieren mag, eines sollten Sie ja nie vergessen: Sektflaschen muss man mit Gefühl öffnen. Obacht: Feuerwerk nur solchen Menschen in die Hand drücken, die Sie nicht mögen und die auf selbige verzichten können. Und: schlimmer geht immer!

Rutschen. Sie. Gut. Rein.

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Product Placement
Ich sollte in die Produktentwicklung, wenn ich in 2.5 Jahren den Abschluss habe. Oder ins Marketing. Bei diesen Ideen, die ich habe.

Gerade, beim Kommentar schreiben. Grandiose Idee für ein neues IKEA-Produkt gehabt. Praktisch für jeden Singlehaushalt oder Männer in der Midlifekrise: die Lebensabschnittspartnerin Blondie!

Blondie wird Ihr Leben vereinfachen. Mit ihr an Ihrer Seite stößt Sie jeder Kumpel mit dem Ellbogen an und raunzt neidisch: Wo hasten die her? Die ist ja scharf!
Mit Blondie haben Sie unverwüstlichen Spaß und können auch mal Grundmist labern, ohne skeptisch angeschaut zu werden, wie es bei Ihren intellektuellen Freunden der Fall ist.
Blondie ist preiswert in der Haltung und schnell aufgebaut. Zur Pflege benötigen Sie nur ein wenig Wasser, Makeup und eine Begabung zum liebevollen Kopftätscheln.


Vor allem ist es bei diesem IKEA-Produkt mal nicht überraschend, wenn eine Schraube fehlt.

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