Dienstag, 5. Februar 2008
House
Mit diesem schmerzenden Muskel am rechten Oberschenkel fühle ich mich schon fast wie M.D. Statt einer Infektion im Muskelgewebe hat mich aber einfach nur das wahrwörtliche Reinknieen gestern Nacht beim Cyberbowling dahingerafft.

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Freitag, 1. Februar 2008
Blaumann
Meine Mutter hat keine ausgeprägten Hobbys. Sie singt in zwei gemischten Chören, wuselt bei Kaffeekränzchen herum oder ist gemeinnützig tätig. Den Rest der Zeit managt sie [...] (Pressezäsur auch innerhalb der Familie - Skandal!) ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen. Deshalb ist es jedes Jahr aufs Neue eine enorme Anstrengung, das passende Weihnachts-, Geburtstags, Muttertags-, Erntedank,- Einheits- oder Independencedaygeschenk zu finden. Für Weihnachten 2007 hatte ich mir deshalb überlegt, was auch mir gefallen würde und hatte kurzerhand entschlossen, blau zu machen.

Blau in Oberhausen. Im Metronom-Theater. Ich hatte zuvor viel von der Blueman Group gehört gehabt, wusste aber keineswegs, was mich erwarten würde. Meine Mutter ebenso wenig. Vergleichbar mit den anderen Produktionen aus der Stage-Entertainment-Familie (ich erinnere mich an große Momente aus "Phantom der Oper", "Aida" oder "Starlight Express") ist diese Show auf keinen Fall. Im Gegenteil, man erlebt dort im wahrsten Sinne des Wortes sein blaues Wunder! Rücksichtsvoll möchte ich hier nicht auf Details der Show eingehen, sonst ist der Überraschungseffekt für die weg, die noch nicht dort waren.

Eine Warnung aber voraus: Das Dargebotene ist nichts für Jedermann! Es ist laut (Rockmusik und Trommeln, immer und immer wieder), bunt (Stroboskoplichter, Laser, Farbtrommeln), teilweise eklig (Dinner, Wackelpudding, Spritzgebaren) und interaktiv (wahrscheinlich abgesprochen, aber wer weiß). Meiner Mutter und mir hat es sehr viel Spaß gemacht und selbst, wenn ich hier etwas verraten wollen würde, würden mir wahrscheinlich die passenden Worte dafür fehlen, um zu beschreiben. Die Show muss man selber miterleben, um darüber reden zu können, denke ich.

Danke übrigens an den Kartenabreißer mit der Markus-Kafka-Fanfrisur, dass er weder meine Mutter nach ihrem Senioren-, noch mich nach meinem Studentennachweis gefragt hat. Und auch Danke an die Garderobenfrau fürs Zwinkern ;)
Achja, Reihe 3, Platz 1, Parkett links: Duzen war schon okay, auch wenn ich komisch geschaut habe.

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Mittwoch, 30. Januar 2008
Mitten im Prekariat
DFB-Pokal. Dortmund - Bremen. Fangesänge auf der Südtribüne. Und Herr Nyxon mittendrin. Freiwillig eingezwängt zwischen zwei hübschen Mädels mit Dortmunder Charme und einem seltsamen Kerl, der nicht nur vom Spiel allein berauscht gewesen zu sein schien. Oder reicht die Droge Fußball, um vollkommen unkontrolliert, seine Arme immer wieder in die Höhe zu werfen und über die roten Ohren hinaus Gesichtszuckungen zu bekommen?

Spaß hat es gemacht. Auf jeden Fall. Zwar fangesanglich still, aber doch irgendwie mit Herzen dabei. Seltsam, ich kann mich gar nicht mehr dran erinnern, wann ich das letzte Mal in einem Stadion war, um einem Fußballspiel beizuwohnen. Fußball ist nicht meine Welt. Südtribüne schon einmal gar nicht. Eher Couch mit Bier in der Hand. Aber einem geschenkten Gaul kauft man auch mal die Katze im Sack ab.
Und die letzten 20 Minuten waren dann auch recht nervenaufreibend. "Dafür, dass du eigentlich kein Fan bist, bleibt dir ziemlich oft der Atem weg", meint mein mich begleitender Gönner. Anpassung, das ist ein Teil meiner Welt, denke ich.

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