Mittwoch, 26. Juli 2006
Sommer(s)p(r)ossen II
In Anlehnung an vorhergegangene Possen, hier die Fortsetzung:

7. Wenn man sich den Schweiß abduscht und beim Abtrocknen mehr schwitzen muss, als man vorher abgewaschen hat, dann ist es wirklich warm.

8. Du machst dir keine Freunde, wenn du sogar bei 30° nicht auf den Knoblauch im Essen verzichten magst.

9. Die Kantine schließt um 14.30 Uhr! Merke: vorher die Apfelschorle neu kaufen gehen!

10. Schlaf ist kostbar.

11. Wärme in Verbindung mit viel Arbeit und emotionalen Gefühlschaos macht mich aggressiv und anfällig für unkontrollierbare Diskussionsschübe ohne Sinn.

12. Wenn ein Kollege freiwillig deine Vertretungsarbeit einfach mitmacht und nichts als Gegenleistung haben möchte, dann mag er dich wirklich leiden - oder er wartet ab, bis er wirklich was braucht von dir...

< once again to be continued >

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Montag, 24. Juli 2006
Wenn die Vergangenheit klopft
Ich schwelge derzeit in Erinnerungen an vergangene Tage. Hab mir gestern ein Urlaubsvideo vom Österreichurlaub 2003 angeschaut, und heute ging es mit Erinnerungsgedanken an meine erste Zeit in Dortmund weiter.

Das trieb ich sogar recht weit. Für eine Pizza aus der Pizzeria, bei der ich seit knapp zwei Jahren nicht mehr war wegen des Umzuges, bin ich heute insgesamt 14 Kilometer in die Nordstadt gefahren.
Es hat sich gelohnt: die Pizza schmeckte genauso wie ich sie seit zwei Jahren in meinem Kopf abgespeichert hatte. Dafür lohnen sich die 14 Kilometer Fahrt auf jeden Fall - entweder die oder der Anruf beim Pizzataxi.

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Katerstimmung
Aber eine angenehme, denn das Wochenende habe ich, bis auf die untenstehende Ausnahme, so verbracht, wie es mir mein kleiner Kater vormachte:

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Nichts bereuen-Trotz
Zugegeben, ich bin manchmal eine unhöflich unpünktliche Erscheinung. Dieses Manko hat mir vor ein paar Jahren jemand in den Charakter gesetzt und hat es, als wir uns vor über einem Jahr die letzten Worte sagten, nicht wieder mitgenommen.
Aber eine Verabredung absagen - warum auch immer -, das mache ich zeitig, vorausgesetzt, ich kenne mein Nichterscheinen bereits zeitig genug. Ich wurde heute Opfer eines nicht zeitigen Absagens, denn ich saß bereits im fahrenden Zug.

Und da ich ein männlicher Steinbock bin, gibt es für mich kein "auf halbem Weg umkehren" oder ähnliches. Einer wie ich, der fährt halt weiter ans Ziel, um dort zu sehen, ob er doch lieber auf halbem Weg hätte umkehren sollen oder ob das schon okay ist.
Das ist der natürliche Steinbocktrotz, das sich ein Ziel gesetzt haben und es auch erreichen wollen.
So kam es also, dass ich sie erreichte - die Stadt Wuppertal.

Mich hatte eine Mischung aus Trotzreaktion a là "Wenn du schon mal auf dem Weg bist, kannste auch mal ankommen" und dem Drang, es dem Film "Nichts bereuen" nachzumachen getrieben. Der spielt in Wuppertal und sagt an einer Stelle, dass man einmal von Endstation zu Endstation mit der legendären Schwebebahn gefahren sein muss, um wirklich in Wuppertal gewesen zu sein.
Also habe ich es gemacht, denn ich hatte Trotz und Zeit im Gepäck und außerdem den Wunsch, eine uralte Kindheitserinnerung an die Fahrt mit der Schwebebahn aufzufrischen.



Meine Erkenntnisse aus und durch Wuppertal:
Die Schwebebahn ist nichts für Menschen, die nahe an einer Seekrankheit leben, denn durch ihr in die Kurve legen, durch das Ratterknatterschaukelfahren und durch das Vorsicht-beim-Aussteigen-Bahn-pendelt-aus-Aussteigen kann das für besagte Randgruppe leicht zu einem kotzüblem Erlebnis werden.
Die Wohnungen direkt an der Trasse lassen sich wohl nur wirklich gut als Seniorenwohnräume nutzen, denn wenn man kein Hörgerät besitzt, das man bei Belieben ausschalten kann, wird das Rattern schnell mal zum Nervenzusammenbruch führen, kann ich mir vorstellen. Und allen, die mir jetzt sagen, dass man das nach einiger Zeit gar nicht mehr hört, möchte ich sagen, dass ich es erst gar nicht ausprobieren mag. Naja, vielleicht mit 90, wenn ich ein ausschaltbares Hörgerät habe...
Ein weiterer Eindruck, den mir die Stadt bescherte, ist der, dass sie an manchen Stellen leere Versprechungen macht.

Denn nicht hinter allem Verheißungsvollem...



wird auch wirklich Verheißungsvolles geboten!



Bestimmt hat Wuppertal aber noch wirklich Verheißungsvolles zu bieten, das seh ich mir dann beim nächsten Mal an, wenn ich hoffentlich nicht versetzt werde und mit Begleitung die Stadt erkunden darf.
Auch deswegen, weil das mit der Kindheitserinnerung nicht wirklich geklappt hat...

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Freitag, 21. Juli 2006
Deutschland (dpa): Der Sommer ist vorbei
Blind, taub und stumm - so stolpere ich morgens in das Badezimmer. Seit ein paar Wochen gebe ich auch jeden Morgen dem Kater einen kleinen Tritt, wenn er sich übermutig zwischen meine Beine wirft und ich aus blinden, tauben und stummen Dasein nicht aufpasse sie wegzuziehen.
Und als ich heute morgen im gleichen Zustand im Badezimmer das Radio anmachte, belehrte mich der EinsLive-Wetterdienst über das tragische Ende des Sommers.

Ja, es ist vorbei! Aus! Finito! Der Sommer war einmal, die Hitzewelle nimmt sich Urlaub. Wie, das glaubt man nicht?
Ich konnte es auch nicht glauben, aber es ist wahr. "Die Sonne bleibt uns erhalten, Gewitter sind möglich, die Temperaturen steigen nur noch auf um die 30°."
Nur noch 30°! Das ist doch der Beweis!
Ich hole wieder meinen Schal hervor, so geht das ja nun nicht. Eines wüsste ich nur gerne vorher noch: Ab wann wird ein "bis zu" eigentlich ein "nur noch bis zu"???

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