... in die Zukunft
Donnerstag, 3. August 2006
Aus einer Rundmail der Leitenden Oberstaatsanwältin
Am Donnerstag, 3. Aug 2006 im Topic 'Immer arbeiten, immer fleissig!'
"An alle Bediensteten
Aus gegebenen Anlass weise ich darauf hin, dass der bestehende Internetzugang nur für dienstliche Zwecke zu gebrauchen ist. Die private Nutzung ist untersagt und wird bei entsprechender Missachtung geahndet.
Eine dienstliche Nutzung von Seiten wie www.bild.de, www.mexx.de, www.amazon.de, www.bildkontakt.de sowie www.russenschlampen.com erschließt sich mir nicht, daher wurden diese Seiten für den Zugriff gesperrt.
Weitere Missachtungen der Vorschriften zur Internetnutzung ziehen Disziplinarmaßnahmen nach sich."
[...]
Also wirklich!Das Aufrufen Den dienstlichen Nutzen von www.bild.de kann ich aber auch echt nicht nachvollziehen...
Aus gegebenen Anlass weise ich darauf hin, dass der bestehende Internetzugang nur für dienstliche Zwecke zu gebrauchen ist. Die private Nutzung ist untersagt und wird bei entsprechender Missachtung geahndet.
Eine dienstliche Nutzung von Seiten wie www.bild.de, www.mexx.de, www.amazon.de, www.bildkontakt.de sowie www.russenschlampen.com erschließt sich mir nicht, daher wurden diese Seiten für den Zugriff gesperrt.
Weitere Missachtungen der Vorschriften zur Internetnutzung ziehen Disziplinarmaßnahmen nach sich."
[...]
Also wirklich!
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Dienstag, 1. August 2006
FH Südwestfalen vs. FH Bochum
Am Dienstag, 1. Aug 2006 im Topic 'Wenn die Zukunft klopft...'
Da hab ich einen moralischen Hahnenkampf hinter mir und wochenlanges Abwägen und Nachdenken über den Umstand eines Studiums. Hab Entscheidungen getroffen und Geld überwiesen und dann das!
Heute Post von der FH Bochum. "Hiermit werden Sie zum Studium für den Bachelor-Studiengang Wirtschaft zugelassen." Das ist ja klasse! Bochum ist nah, der Studiengang gewollt und ich spar sogar die Studiengebühren für das erste Semester, da die erst zum nächsten Sommersemester eingeführt werden.
Pech nur, dass ich bereits offiziell Student an der FH Südwestfalen in Meschede bin... Pech, dass ich bereits die Studiengebühren überwiesen habe... Und Pech, dass ich jetzt nicht weiter weiß...
Bochum ist nah, ich spare ordentlich an Sprit. Bochum ist mir als Stadt bekannt, dort kenne ich Leute in der Stadt und an der Ruhruni. Der Studiengang ist bis auf wenige Aspekte der gleiche wie in Meschede.
Nur die finanzielle Seite schaut wohl anders aus. In Meschede werde ich garantiert bezahlte studienbegleitende Praktika absolvieren. Wie das in Bochum aussähe, weiß ich nicht. Die Frage ist auch: Kann ich überhuapt noch nach Bochum, sollte ich das letztlich wollen?
Morgen erstmal telefonische Nachfragen (natürlich vom Büro aus, ich muss ja als baldiger Student meine Kosten kleinhalten *fg*), dann wird weitergeschaut.
Heute Post von der FH Bochum. "Hiermit werden Sie zum Studium für den Bachelor-Studiengang Wirtschaft zugelassen." Das ist ja klasse! Bochum ist nah, der Studiengang gewollt und ich spar sogar die Studiengebühren für das erste Semester, da die erst zum nächsten Sommersemester eingeführt werden.
Pech nur, dass ich bereits offiziell Student an der FH Südwestfalen in Meschede bin... Pech, dass ich bereits die Studiengebühren überwiesen habe... Und Pech, dass ich jetzt nicht weiter weiß...
Bochum ist nah, ich spare ordentlich an Sprit. Bochum ist mir als Stadt bekannt, dort kenne ich Leute in der Stadt und an der Ruhruni. Der Studiengang ist bis auf wenige Aspekte der gleiche wie in Meschede.
Nur die finanzielle Seite schaut wohl anders aus. In Meschede werde ich garantiert bezahlte studienbegleitende Praktika absolvieren. Wie das in Bochum aussähe, weiß ich nicht. Die Frage ist auch: Kann ich überhuapt noch nach Bochum, sollte ich das letztlich wollen?
Morgen erstmal telefonische Nachfragen (natürlich vom Büro aus, ich muss ja als baldiger Student meine Kosten kleinhalten *fg*), dann wird weitergeschaut.
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Frotzelmann
Am Dienstag, 1. Aug 2006 im Topic 'Immer arbeiten, immer fleissig!'
"Ich frotzel doch nur ein wenig, das müssen Sie nicht so ernst nehmen".
Tu ich aber! Denn bei Ihnen, mein werter Herr Rechtspfleger, gibt es keinen Unterschied zwischen Frotzeln und dem herablassenden Getue eines "Besserbeamten", der seiner Servicekraft mit hörbarem Unterton sagt, dass sie weniger wert wäre als er..
Weshalb ich denn auf Dies und Das und ja auch noch auf Jenes nicht geachtet hätte... Tja, mein werter Herr Rechtspfleger, weil das vielleicht Ihre hochbezahlte Aufgabe ist? Oder irre ich mich und Sie erhalten nur ein unverschämt hohes Beamtengehalt dafür, in Ihrem Büro zu sitzen und zu "frotzeln"?
Manchmal scheint es mir so. Aber keine Sorge, wenn ich in 6 Wochen aus dem Dienst scheide, kann ich Ihnen mal zeigen, was es heißt mit Akten zu arbeiten. Dann hau ich Ihnen ebendiese nämlich um Ihre hochdotierten Ohren, werter Herr Rechtspfleger!
Tu ich aber! Denn bei Ihnen, mein werter Herr Rechtspfleger, gibt es keinen Unterschied zwischen Frotzeln und dem herablassenden Getue eines "Besserbeamten", der seiner Servicekraft mit hörbarem Unterton sagt, dass sie weniger wert wäre als er..
Weshalb ich denn auf Dies und Das und ja auch noch auf Jenes nicht geachtet hätte... Tja, mein werter Herr Rechtspfleger, weil das vielleicht Ihre hochbezahlte Aufgabe ist? Oder irre ich mich und Sie erhalten nur ein unverschämt hohes Beamtengehalt dafür, in Ihrem Büro zu sitzen und zu "frotzeln"?
Manchmal scheint es mir so. Aber keine Sorge, wenn ich in 6 Wochen aus dem Dienst scheide, kann ich Ihnen mal zeigen, was es heißt mit Akten zu arbeiten. Dann hau ich Ihnen ebendiese nämlich um Ihre hochdotierten Ohren, werter Herr Rechtspfleger!
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Dienstag, 1. August 2006
Schubs die Wahrheit raus
Am Dienstag, 1. Aug 2006 im Topic 'Wenn die Zukunft klopft...'
Geburtstage sind seit jeher eine Möglichkeit, sich mit anderen Menschen auszutauschen, auch mit denen, die man nicht so oft sieht.
Es fängt in der frühsten Kindheit an, wenn man auf seinem Kindergeburtstag die ersten Sozialkontakte herstellt, indem man dem Paule von nebenan auf den Boden schubst, um an seinen Lutscher zu kommen. Mit reiferem Alter dann, schubst man den Paule, um an seine Freundin Sarah zu kommen. Mit Glück hat man Sarah und man schubst Paule nur noch verbal, indem man ihm vorhält, welchen Managerposten man gerade bekommen hat. Und irgendwann redet man nur noch vom Schubsen, macht es die Osteoporose, die man bekommen hat, doch sehr schwer, es noch aktiv auszuführen. Mit etwas Pech hat man Paule überlebt und erzählt auf dem Sterbebett, was man durch Schubsen alles bekommen konnte, damals.
Manchmal sind Geburtstage aber auch Offenbarungen. Zwei Stunden habe ich gelächelt, gescherzt und jedes Wort meiner Tante verfolgt, um einen Punkt zu finden, an dem ich zum Thema "berufliche Zukunft des Neffen" überleiten konnte. Da das Hauptthema, die Irritation und Unmöglichkeit des Islam war, eine schier unlösbare Aufgabe.
Irgendwann brauchte ich die Überleitung nicht mehr. Meine Tante fragte mich, wie sie es öfters tat, wie es denn im Beruf ausschaue. Ich erklärte ihr, dass der Vertrag ausliefe und er höchstwahrscheinlich nicht verlängert werden würde, dass ich aber bereits eine Alternative erarbeitet hätte. Ich erzählte vom Studium, das ich beginnen werde und verklickerte im lockersten Ernst, den ich aufbieten konnte, einer erzkonservativen Beamtin a.D., dass ich, ihr Lieblingsneffe, freiwillig aus dem Öffentlichen Dienst ausscheiden würde.
Kopfschütteln, die erste Reaktion. Ob ich mir das gut überlegt hätte, die zweite Reaktion. Und dann die Feststellung des Tages, als dritte Reaktion: "Also, als Student kannst du dir einen Kater aber nicht mehr leisten."
Meine Argumente, dass der Öffentliche Dienst eine Sackgasse sei, dass ich mit Abschluss des Studiums eine viel breitere Möglichkeitenpalette hätte und dass es natürlich eine wohl durchdachte Entscheidung sei, alles irrelevant. Unwichtig. Denn wichtig sei nur, dass ich den Kater damit nicht finanzieren könne.
Nun kenne ich meine Tante natürlich. Weiß, wie sie denkt. Wenn sie sagt: "Dann kannst dir den Kater aber nicht mehr leisten" heißt das soviel wie: "Na, wenn das mal nicht nach hinten losgeht und du arm und arbeitslos auf der Straße enden wirst." Oder sinngemäß auch: "Wenn ich was zu sagen hätte, würdest du das nicht machen!"
Gut, dass meine Tante nichts direkt zu sagen hat. Ihre Verabschiedung mit den Worten: "Wir reden nochmal miteinander", nahm ich als offizielle Drohung auf. Sie hatte sich wegen der Anwesenheit der Gäste in Zaum gehalten, hatte ruhig und konsequent gesagt, dass sie es für ein Risiko halte. Wenn wir allein gewesen wären, hätte sie Klartext gesprochen: "Mach was du willst, aber wenn du damit auf die Schnauze fällst, dann sieh zu wie du damit klarkommst!"
Zum Vergleich. Als ich in den Öffentlichen Dienst ging, gab es eine Jippieyeah-Feier für mich und meinen zukünftigen Werdegang.
Nun hängt meine Zukunft natürlich nicht vom Wohlwollen meiner Tante ab, Gott bewahre! Aber es tut natürlich immer gut, wenn man die Familie geschlossen hinter seinen Entscheidungen weiß. Meine Tante ist dagegen und sie wird es bleiben, denn sie gehört noch zu dieser Generation Menschen, die unflexibel und starr ihre Meinung niemals mehr ändern, haben sie erst einmal eine gefasst. Studium = ganz großer Blödsinn, bleibt im Kopf verankert, das weiß ich jetzt schon.
Vielleicht kann ich wenigstens irgendwann meinen Enkeln auf dem Sterbebett erzählen, dass ich damals meine Tante in die flexible Wirklichkeit geschubst habe. Oder ich gebe ihr den aktuellen Spiegel-Titel zu lesen - sozusagen als Schocktherapie...
Es fängt in der frühsten Kindheit an, wenn man auf seinem Kindergeburtstag die ersten Sozialkontakte herstellt, indem man dem Paule von nebenan auf den Boden schubst, um an seinen Lutscher zu kommen. Mit reiferem Alter dann, schubst man den Paule, um an seine Freundin Sarah zu kommen. Mit Glück hat man Sarah und man schubst Paule nur noch verbal, indem man ihm vorhält, welchen Managerposten man gerade bekommen hat. Und irgendwann redet man nur noch vom Schubsen, macht es die Osteoporose, die man bekommen hat, doch sehr schwer, es noch aktiv auszuführen. Mit etwas Pech hat man Paule überlebt und erzählt auf dem Sterbebett, was man durch Schubsen alles bekommen konnte, damals.
Manchmal sind Geburtstage aber auch Offenbarungen. Zwei Stunden habe ich gelächelt, gescherzt und jedes Wort meiner Tante verfolgt, um einen Punkt zu finden, an dem ich zum Thema "berufliche Zukunft des Neffen" überleiten konnte. Da das Hauptthema, die Irritation und Unmöglichkeit des Islam war, eine schier unlösbare Aufgabe.
Irgendwann brauchte ich die Überleitung nicht mehr. Meine Tante fragte mich, wie sie es öfters tat, wie es denn im Beruf ausschaue. Ich erklärte ihr, dass der Vertrag ausliefe und er höchstwahrscheinlich nicht verlängert werden würde, dass ich aber bereits eine Alternative erarbeitet hätte. Ich erzählte vom Studium, das ich beginnen werde und verklickerte im lockersten Ernst, den ich aufbieten konnte, einer erzkonservativen Beamtin a.D., dass ich, ihr Lieblingsneffe, freiwillig aus dem Öffentlichen Dienst ausscheiden würde.
Kopfschütteln, die erste Reaktion. Ob ich mir das gut überlegt hätte, die zweite Reaktion. Und dann die Feststellung des Tages, als dritte Reaktion: "Also, als Student kannst du dir einen Kater aber nicht mehr leisten."
Meine Argumente, dass der Öffentliche Dienst eine Sackgasse sei, dass ich mit Abschluss des Studiums eine viel breitere Möglichkeitenpalette hätte und dass es natürlich eine wohl durchdachte Entscheidung sei, alles irrelevant. Unwichtig. Denn wichtig sei nur, dass ich den Kater damit nicht finanzieren könne.
Nun kenne ich meine Tante natürlich. Weiß, wie sie denkt. Wenn sie sagt: "Dann kannst dir den Kater aber nicht mehr leisten" heißt das soviel wie: "Na, wenn das mal nicht nach hinten losgeht und du arm und arbeitslos auf der Straße enden wirst." Oder sinngemäß auch: "Wenn ich was zu sagen hätte, würdest du das nicht machen!"
Gut, dass meine Tante nichts direkt zu sagen hat. Ihre Verabschiedung mit den Worten: "Wir reden nochmal miteinander", nahm ich als offizielle Drohung auf. Sie hatte sich wegen der Anwesenheit der Gäste in Zaum gehalten, hatte ruhig und konsequent gesagt, dass sie es für ein Risiko halte. Wenn wir allein gewesen wären, hätte sie Klartext gesprochen: "Mach was du willst, aber wenn du damit auf die Schnauze fällst, dann sieh zu wie du damit klarkommst!"
Zum Vergleich. Als ich in den Öffentlichen Dienst ging, gab es eine Jippieyeah-Feier für mich und meinen zukünftigen Werdegang.
Nun hängt meine Zukunft natürlich nicht vom Wohlwollen meiner Tante ab, Gott bewahre! Aber es tut natürlich immer gut, wenn man die Familie geschlossen hinter seinen Entscheidungen weiß. Meine Tante ist dagegen und sie wird es bleiben, denn sie gehört noch zu dieser Generation Menschen, die unflexibel und starr ihre Meinung niemals mehr ändern, haben sie erst einmal eine gefasst. Studium = ganz großer Blödsinn, bleibt im Kopf verankert, das weiß ich jetzt schon.
Vielleicht kann ich wenigstens irgendwann meinen Enkeln auf dem Sterbebett erzählen, dass ich damals meine Tante in die flexible Wirklichkeit geschubst habe. Oder ich gebe ihr den aktuellen Spiegel-Titel zu lesen - sozusagen als Schocktherapie...
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