Mittwoch, 17. Januar 2007
Panic at the deskothek
"Der Russe geht nicht mal aufs Klo ohne einen Plan ."

(Zitat aus "Jagd auf Roter Oktober")

Manchmal fühle ich mich deshalb wie ein Russe. Es liegt aber, denke ich, vielmehr am Sternzeichen des Steinbocks, dass ich diesem Kontrollwahn beizeiten immer wieder nachgebe und mir Pläne mache, um zu koordinieren, zu verwalten, den Überblick zu behalten.

Ich habe einen Plan ausgearbeitet, an den ich mich strikt halte, bisher. Einen Plan, wann ich welche Vorlesung zu welchem Thema für die anstehenden Klausuren wiederhole. Es ist ein guter Plan. Er lässt mir noch Zeit zum Atmen und ich habe dennoch kein schlechtes Gewissen, dass ich die Vorbereitung nicht ernst genug nehmen könnte. Wie auch, wenn meist vier Stunden am Tag für eine Vorlesung gedacht sind...

Trotzdem befällt mich Panik. Versagensängste machen sich breit. Das liegt an der für mich neuen studentischen Prüfungssituation, denn normalerweise bin ich ruhig und kontrolliert bei Klausuren etc. Vielleicht wird es auch so wie sonst auch. Die Tage davor bin ich nervös, gereizt und unausgeglichen, mache mir Sorgen und habe Endzeitgedanken. Und dann, am Tag der Klausur überkommt mich wieder die Sicherheit, dass ich dafür ausreichend vorbereitet und gewappnet bin.

Vorbereitet auf acht Klausuren in den nächsten zwei Wochen, angefangen am nächsten Montag, die letzte am 03.02. Danach wird freudig eine Restalkoholvernichtungsparty gemacht oder, wahlweise bei Missfallen über den Verlauf, auch eine Verdammtescheißeorgie.
Panik habe ich trotzdem. Magenschmerzen breiten sich aus, was ich zum Teil auf den übermäßigen Kaffeekonsum derzeit zurückführe. Und Zweifel, was aus solch schwarzfleckigen Fächern wie Analysis und Statistik wird - denn dort fühlt sich Herr Nyxon mal gerade nicht überlegen, sondern ganz klein und verletzlich.

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Montag, 15. Januar 2007
Tochter is watching dich, Mama!
Mir ist grad mal aufgefallen, dass in der Weight Watchers Werbung im Fernsehen eine Jugendliche berichtet: "Früher hat sie nur Schuhe gekauft. Heute gehen wir zusammen shoppen."

Das muss mir doch implizieren, dass die Mutter (ich nehme an, es ist die Mutter gemeint) der Tochter vor dem Weight Watchers Programm zu peinlich, weil zu unweight watchig war, oder nicht? Früher hat sich die werte Mutter anscheinend nur in bester Al-Bundy-Schuhverkauf-Manier in viel zu kleine Sessel in Schuhgeschäfte geqetscht, während die Tochter peinlich berührt ihre familiäre Beziehung leugnete.
Dann ging Mama zu den Weight Watchers und jetzt kann sich die Tochter auch mit ihr sehen lassen und gemeinsame Shoppingtouren sind an der Tagesordnung.

Ist bestimmt auch eine Taktik, neue Teilnehmer zu rekrutieren. Reagiert die Mutter nicht, wird die Tochter ankommen: "Mama, du bist mir zu fett fürs Shoppen. Kauf weiter alleine Schuhe oder nimm ab!"

Noch ein Fall für die Suppa-Nanny vielleicht.

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Sonntag, 14. Januar 2007
Freudscher Versprecher
Gepaart mit Realitätsverlust.

Herr Nyxon: "Hat mich total überrascht, dass heute die Sonne scheint."
Frau Mutter: "War aber gestern auch angesagt worden."
Herr Nyxon: "Ich hab gestern den Winterbericht nicht gesehen."

Achja, knackig kalt fände ich derzeit irgendwie besser als pisswarm *seufz*

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