... in die Zukunft
Samstag, 2. Juni 2007
Sparflamme
Am Samstag, 2. Jun 2007 im Topic 'Daydreams & Dayfacts'
"Das war's schon?", fragte ich mich nach dem Feuerwerk. Kemnader See in Flammen, da hatte ich Fackeln und Feuerboote wie in einem glorreichen Mittelalterfilm erwartet. Stattdessen gab es das Feuerwerk um kurz vor elf, was zwar immer etwas Schönes, aber doch etwas wenig ist. Ansonsten lag der See im Dunkeln.
Erhellt hatte sich stattdessen das Gemüt. Nach etwa zehn Jahren war ich das erste Mal wieder in ein Riesenrad gestiegen und fühlte mich gleich in die Zeit der Kirmes versetzt. Vielleicht sollte ich doch ab und an mal mehr Kind als Mann sein.
Riesig auch das Gefühl, als sie mir sagte, ich sei mit Abstand ihr bester Freund, obwohl sie doch andere viel länger kenne als mich. "Du weißt viel mehr über mich als all die anderen." Kam überraschend und hat mich ein klein wenig stolz gemacht.
Erhellt hatte sich stattdessen das Gemüt. Nach etwa zehn Jahren war ich das erste Mal wieder in ein Riesenrad gestiegen und fühlte mich gleich in die Zeit der Kirmes versetzt. Vielleicht sollte ich doch ab und an mal mehr Kind als Mann sein.
Riesig auch das Gefühl, als sie mir sagte, ich sei mit Abstand ihr bester Freund, obwohl sie doch andere viel länger kenne als mich. "Du weißt viel mehr über mich als all die anderen." Kam überraschend und hat mich ein klein wenig stolz gemacht.
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Donnerstag, 31. Mai 2007
"Blogger, wir wissen wo dein Auto steht!"
Am Donnerstag, 31. Mai 2007 im Topic 'Medial - Jovial - Rektal'
In den letzten Tagen sehe ich vermehrt, wie Menschen die Flucht ergreifen. Entweder nach hinten oder aber auch nach vorne. Menschen, die ihr Blog schließen, weil jemand mitliest, der nicht mitlesen soll und das an der Materie kratzt. Menschen, die drohen und quängeln, weil kritische Kommentare zu ihren Beiträgen geschrieben werden.
Manchmal bin ich nicht anders, aber meine generelle Meinung dazu habe ich zuletzt in einem Kommentar festgehalten. Kein Link, nur Zitat, da ich nicht glaube, dass derjenige möchte, dass es Pilgerwanderungen gibt:
Manchmal bin ich nicht anders, aber meine generelle Meinung dazu habe ich zuletzt in einem Kommentar festgehalten. Kein Link, nur Zitat, da ich nicht glaube, dass derjenige möchte, dass es Pilgerwanderungen gibt:
[...] Wer bloggt, der muss damit rechnen, dass auch Menschen mitlesen und sich darüber Gedanken machen, was geschrieben wird, die eigentlich nicht als Zielgruppe erdacht sind. Bloggen ist Öffentlichkeit. Man kann seine Person weitgehend zurückstellen, sie hinter einem Pseudonym verbergen und sich eine shiny Glitzerwelt aufbauen und in dieser Blase vor sich hinbloggen. Oder man kann die Karten auf den Tisch legen. Es geht auch eine Mischung, eigentlich ist alles machbar.
Bloggen ist Öffentlichkeit. Und in der Öffentlichkeit hat jeder seine Meinung. Und es herrscht auch Meinungsfreiheit. Soweit so gut. Meinungen sollte man akzeptieren. [...] Man kann Ausdiskutieren und Kompromisse schließen. Bloggerdiplomatie, sozusagen.
Was anderes sind natürlich böswillige Unterstellungen und Behauptungen. Dass diese nicht gern gelesen werden, sollte klar sein. Dass irgendwann das Fass voll ist, ist ebenso klar. Allerdings sollte man mit Kritik umgehen und sie nicht nur ertragen oder abschmettern können. [...] Ich bin einer, der ruhig bleibt, aber sich mit etwas Pathos verteidigen, kenne ich ebenfalls.
Aufhören oder Beschränken ist keine Lösung, denke ich. Aufhören tun nur Leute, die es sich leisten können und denen man dann hintertrauert. Rudi Carrell hat aufgehört. Leute, die aufhören, ohne das es ein Aufhören ist, flüchten. Und Flucht ist Verzweiflung, respektive Schuld. Gerhard Schröder ist geflüchtet. Beschränken ist aber das Höchste. Beschränkt wird, was nicht gefällt, was gegen den Masterplan verstößt und im Weg steht. Putin beschränkt.
Sei kein Putin. Sei kein Schröder. Wenn, dann werde ein Carrell.
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Mittwoch, 30. Mai 2007
Irgendwie gerecht
Am Mittwoch, 30. Mai 2007 im Topic 'Daydreams & Dayfacts'
Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause hängt mir ein dicker Mercedes fast im Kofferraum. Den Fahrer mag es gefuchst haben, dass ich in der 30er Zone nur knapp über 40 gefahren bin, statt seiner gewünschten 50+X.
An der nächsten roten Ampel dann mein Blick in den Rückspiegel: ein alter Knacker mit weißem Haarkranz, ungeduldig auf seinen Lenkrad herumtrippelnd. Könnte der Rhythmus zu Linkin Park sein, glaub ich aber nicht.
Die Ampel springt auf Grün, wir biegen ab, die befahrbare Straße wird zu einer doppelspurigen mit 50er-Begrenzung. Und der Mercedes zieht an mir vorbei. Beschleunigung auf circa 70. Seine Beschleunigungsfahrt endet aber früher als gedacht.
Im Halbdunkeln leuchtet der rote Kranz der Kelle auf, danach die Bremsleuchten des Mercedes, als nächstes die Reflektoren der Polizistin, die meinen Linkin Park-Fan stoppt.
Sie grüßt freundlich, als ich vorbeifahre. Der Mercedes setzt in die Seitenstraße zurück. Ich glaube, dem Fahrer würde Linkin Park jetzt sicherlich gut tun.
An der nächsten roten Ampel dann mein Blick in den Rückspiegel: ein alter Knacker mit weißem Haarkranz, ungeduldig auf seinen Lenkrad herumtrippelnd. Könnte der Rhythmus zu Linkin Park sein, glaub ich aber nicht.
Die Ampel springt auf Grün, wir biegen ab, die befahrbare Straße wird zu einer doppelspurigen mit 50er-Begrenzung. Und der Mercedes zieht an mir vorbei. Beschleunigung auf circa 70. Seine Beschleunigungsfahrt endet aber früher als gedacht.
Im Halbdunkeln leuchtet der rote Kranz der Kelle auf, danach die Bremsleuchten des Mercedes, als nächstes die Reflektoren der Polizistin, die meinen Linkin Park-Fan stoppt.
Sie grüßt freundlich, als ich vorbeifahre. Der Mercedes setzt in die Seitenstraße zurück. Ich glaube, dem Fahrer würde Linkin Park jetzt sicherlich gut tun.
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