Freitag, 13. Juli 2007
Sankt Pauli
Die Gabi! Mal wieder! Wäre ja auch langweilig geworden, wenn sie sich nicht zurückgemeldet hätte vor dem politischen Herbst der CSU.

Erinnern Sie sich an die Gabi? In den Medien geisterte sie im Frühjahr als Fürther Landrätin Gabriele Pauli umher, später war sie dann eine Art Latexuschi und ganz zum Schluss wieder ganz brav und ruhig und beinahe schon ein wenig totgesagt. Sie hatte sich gemeldet und war dran gekommen und als sie aufstand, hatte sie mit dem Finger auf den Edmund gezeigt und gesagt, dass der ihr unter den Rock geschaut hat. Also jetzt bildlich.
Wirklich unter den Rock schauen, das würde der Edmund nicht machen, denn der hat ja seine Karin und sein Bayern und mit den beiden treibt man nicht so einen Hallodri, sondern ist christsozialbodenständig und brav. Aber der Edmund soll seine Finger mit im Spiel gehabt haben, als sein Büroleiter in der Staatskanzlei, der Michael, mit anderen über die Männer und die Vorlieben von Gabi gemunkelt hat. Und das fand Gabi gar nicht gut und hat deswegen den Edmund in der Zeitung verpetzt. Edmund geht deswegen in Rente.

Und weil Edmund der Kapitain von Bayern und auch von der CSU ist, muss das alles jemand anderes machen. Neuer Kapitain von Bayern wird der Günther, das ist schon klar und das finden die meisten auch gut.
Neuer Kapitain der CSU wollte der Erwin werden. Das fand der Edmund gut. Aber dann kam der Horst und hat gesagt, dass er auch mal will. Das finden nicht alle so gut, denn der Horst, der hallodert herum und das ist nicht christsozialbodenständig und brav sondern in Bayern pfui. Also wird sich die CSU im September zwischen Erwin und Horst entscheiden müssen.

Aber jetzt kommt die Gabi wieder! Sie hat die Latexklamotten ausgezogen und fühlt sich jetzt jung und frisch. Und sie meint, die CSU könne auch mal wieder so ein bisschen jugendliche und frische Luft gebrauchen und etwas Schwung dazu. Also hat Gabi angekündigt, auch der Kapitain von der CSU werden zu wollen. Erwin und Horst lachen darüber, weil sie der Gabi das nicht zutrauen. Und weil auch die Partei selbst immer brav war und christsozialbodenständig, wird das wohl nix mit der Kapitainsmütze für die Gabi. Aber das muss ja nicht so schlimm sein. Denn mit dem Latex und dem Hang zum Verpetzen kann die Gabi bestimmt auch im Norden unterkommen. Den richtigen Nachnamen hat sie ja schon.

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Bart|(tr)ab?

Ach Mensch, ich weiß es mal wieder nicht!

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Mittwoch, 11. Juli 2007
Dream on

Ich bin anscheinend nicht der Einzige, der von Urlaub träumt.

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Montag, 9. Juli 2007
Studiumsstandbyzeit
Die letzte Klausur für dieses Semester ist zu Papier gebracht - keine große Sache, wenn man bedenkt, dass ich mich nur für drei angemeldet hatte. Was es besonders macht, ist der Umstand, dass es die letzten Klausuren im Fachbereich der Wirtschaftswissenschaften waren. Ab sofort bin ich frei von diesen Zwängen und warte auf Nachricht, was sich für mich demnächst für Möglichkeiten auftun. Während der Studiumsstandbyzeit wird ganztags gearbeitet, um Geld zu beschaffen.
Und gewartet natürlich. Und gebloggt. Und geschrieben - Romanstärke (hoffentlich).

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Zuhause?
Jetzt mal ganz ohne Patriotismus. Sollte ein deutsches Unternehmen, das in Deutschland seine weglaufenden, mehrheitlich deutschen Kunden zurückgewinnen will, diese wirklich mit einer Hausfrau in einem eindeutig amerikanischen Supermarkt bewerben?



Ich bezweifele, dass sich damit ein Zuhausegefühl für die Kunden einstellt, egal ob mit oder ohne einem T.

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P-Dorf
Gestern Nacht fiel mir spontan im Bett ein, was ich letzten Sommer im Sommer vor etlichen Jahren getan habe. Die Erinnerung kam beim Durchgehen der Einkaufsliste, in dem ich Kochen mit dem Gedanken an einen Blumentopf mit Küchenkräutern verband und mich dann daran erinnerte, dass ich als kleiner Furz mal einen Gewürzdosensetzkasten für meine Mutter gezimmert hatte, der sich tatsächlich immer noch im Gebrauchsumfang der mütterlichen Küche befindet.
Einher mit dieser Erkenntnis ging dann die Erinnerung, unter welchen Umständen dieses Zimmern stattfand.

Es waren die Jahre, in denen ich mich freiwillig etliche Tage in der Woche im Jugendzentrum Pestalozzidorf herumtrieb. Insider nannten oder nennen es mittlerweile offiziell P-Dorf. In dieser Zeit bot das Zentrum noch die unterschiedlichsten Kurse zum Mitmachen an. Ich besuchte regelmäßig das Werken, versuchte mich einige Male im Fotokurs und stand auch bei der Kinderdisko oder dem Kinderkarneval regelmäßig in der Ecke und interessierte mich nicht für Mädchen. Herrje, muss das lange her sein... Selbst ein Geburtstag wurde mal in der angemieteten Disko gefeiert, der dafür bestellte DJ (ein Jugendlicher des P-Dorfs) stand aber nach gewisser Zeit alleine hinter seinen Scheiben. Wir waren wohl noch in dem Alter, wo Musik und Party nicht an erster Stelle standen. Wenn ich mich recht erinnere, spielten wir zum Schluss Fangen auf dem Parkplatz.
Im Sommer gab es das P-Dorf-Sommerfest mit Hüpfburg, Grillfleisch und dem Spielmobil, das mich immer an den Bauwagen von Peter Lustig erinnerte und deshalb allein schon Interesse weckte. Da aber meiner Erinnerung nach nie Peter Lustig persönlich ausstieg, verlor es für mich schnell an Glanz.

Im Werkkurs stellte ich nach und nach fest, dass ich die Begabung meines Vaters für Holz und Schrott genauso wenig geerbt hatte wie das Interesse und den Spaß daran. Zwar hämmerte, bohrte, sägte, schmirgelte und leimte ich wie ein Weltmeister, aber wirklich erquicklich fand ich es wohl nie. Nur das Floß, das wir einmal in einer Gruppenaufgabe fertigbrachten, hatte mich wirklich stolz gemacht.
Der Fotokurs bot mehr interessante Aufgaben, doch war es dort wohl immer schwer für mich, da ich bestimmt der Jüngste dort gewesen war. Ich kann mich zumindest daran erinnern, dass ich die schönen semi-professionellen Aufnahmen der anderen Kursteilnehmer bewunderte, während ich selbst nur mit Aufnahmen von Tante Helga und Mama am Kaffeekränzchentisch aufwarten konnte. Schön entwickelt habe ich sie dennoch und das war wiederum eine Sache auf die ich stolz war.

Das P-Dorf ist mittlerweile wohl mit der Zeit gegangen und hat seine Angebote merklich ausgedüngt. Das Werken gibt es aber immer noch, wie ich auf der Homepage festgestellt habe. Und auch der Kinderkarneval und das Sommerfest sind wohl noch fester Bestandteil eines Jahres.
Gut finde ich, dass das Jugenzentrum auch aktuelle Problematiken aufgreift und Hausaufgabebetreuung in Kooperation mit dem nahliegenden Schulzentrum sowie ein Bewerbungstraining für Jugendliche anbietet. Auch, wenn ein Teil des Kurstitels für die pubertierende Masse wohl anderes versprechen mag: "Nimm mich - Bewerbungscoaching"

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