Sonntag, 28. Oktober 2007
Technik, die begeistert
"Das zum Wochenende aufzuspielende Software-Update wird den Arbeitsablauf nicht beeinflussen. Eine Beeinträchtigung wie beim letzten Updatelauf ist nicht zu erwarten."
Zwei Stunden ohne funktionierende Software sind verstrichen. Ende der Auszeit ist offen. Ich habe hier viel Zeit Papier und Toner des Druckers zu belasten und meine Präsentation über Graphologie mit Inhalt zu füllen.
Danke, Software-Update!

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Freitag, 26. Oktober 2007
Im Trüben fischen
Manuel Andrack sitzt nicht mehr am Kindertisch. Ausgemustert. Das war keine verkehrte Entscheidung. Pocher anfangs direkt einmal einen furchtbaren Tanz aufs Parkett legen zu lassen, das war ein Fehler. Die Sendung allzu sehr auf billige Naziwitze aufzubauen auch. Witzig waren die ruhigen Momente, darunter die Maz über das Promi-Pilgern. Wenn ich mir das recht überlege war es sogar der einzige ruhige Moment. Ansonsten war die Premiere von "Schmidt & Pocher" eine Farce. Pochers Witz ließ schon immer zu wünschen übrig, nur im Chauvinistischen landet er sicher. Das ist Geschmackssache, ganz klar. Mein Fall war Pocher noch nie.

Man merkt auch direkt, dass Schmidt einfach keine Lust mehr hat, eine Sendung eigenständig aufzubauen und weiterzubetreiben. Der Altmeister wirkt aufgesetzt und zwischen Tradition und Jugendwahn zerrissen. Zynisch ist er mittlerweile Meilen von seinen alten Glanzleistungen entfernt und die Kooperation mit Pocher lässt ihn nur noch weiter abtreiben. Für den Quatsch Comedy Club sind beide wohl geeignet - Pocher immer noch, Schmidt bewegt drastisch auf das Niveau dort hinzu. Late Night hingegen wirkt zu groß - für Pocher immer noch, für Schmidt mittlerweile.

Fazit? Satz mit X, würde ich sagen.

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Dienstag, 23. Oktober 2007
Panzerknacker
Zwischen 69 und 90 Euro für ein popeliges Vorhängeschloss! Die spinnen doch diese Schlüsseldienste! Neeee, nicht mit mir. Da lass ich mir doch glatt vom Nachbarn den Bolzenschneider mitbringen und leg da selber Hand an. Termin für Inspektion und die noch im Keller gelagerten Winterreifen ist auf Samstag verschoben. Bis dahin wird geknackt.

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Padawan
Deutschland nach einem erfolgreich durchgeführten Terroranschlag. Es zeigt sich, dass alle Prävention nichts genutzt hat und die Regierung ohnmächtig Notstandsverordnungen und Sondergesetze erlässt, um Chaos zu verhindern und die Gefahr eines weiteren Anschlags zu vermindern. So schnell und unüberlegt, dass auch Unschuldige schnell in das Netz der Terrorfahnder geraten und ihnen ein unfairer und kalter Prozess gemacht werden soll. Kein autoritärer Polizeistart, sondern eine überängstliche Reaktion auf die Ereignisse führen zum Kurzschluss.

So in etwa sollte sich die Handlung meines neuen Romans abspielen. Ein aktuelles, hoch brisantes Thema hatte ich mir ausgesucht und war anfangs Feuer und Flamme beim Schreiben. Ideen lieferte mir Wolfgang persönlich, indem er fast jede Woche einen neuen, unglaublichen, aber für den Ernstfall gar nicht so unwahrscheinlichen Vorschlag zur Sicherheit machte. Ein Selbstläufer, dachte ich mir bei den ersten getippten Seiten.

Jetzt bei Seite 40+X geht mir die Puste aus. Ich habe den Umfang einer reelen Recherche und zeitnaher Auseinandersetzung komplett unterschätzt, scheint mir. Ich bin im Wunsch neben einer ordentlichen Charakterausarbeitung auch einen ebenso makellosen Spannungsbogen zu liefern, in eine Sackgasse geraten. Die Personen drohen im Wahn meiner Handlung unterzugehen, statt scharfe Konturen zu schaffen, wo sie für den Charakter nötig sind, drifte ich zu sehr ins Nebulöse ab. Intensität bei den Verhörszenen liefere ich etwa zur Hälfte hin nach dem immer gleichen Schema. Selbst beim Schreiben zeigt mir all dies meine Unerfahrenheit in Sachen echter Spannung.

Mein Hauptaugenmerk lag immer im Ausbau meiner Charaktere, dem Aufzeigen einer Vielschichtigkeit, um Stereotypen zu verhindern. Die Handlung dienste bisher immer als Begleiterscheinung meiner Personen. Nun soll es anders sein, die Personen sollen die Handlungsaussage verstärken. Und in dieser Sache bin ich wohl oder übel noch ein allzu junger Padawan, der kurz vorm Aufgeben steht.

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